• Die richtige Anwendung macht den Unterschied

Indikationen für die vollstationäre Akutbehandlung

In der Klinik werden sämtliche Störungsbilder der psychosomatischen Medizin behandelt:

  • psychische Störungen (Angst, Depression, posttraumatische Belastungsstörungen und Burn-Out-Syndrome)
  • Essstörungen (Anorexie, Bulimie, Adipositas)
  • somatoforme Störungen
  • funktionelle körperliche Störungen (z.B. Schwindel, Tinnitus, chronische Müdigkeitssyndrome)
  • reaktive seelische Beschwerden durch eine körperliche Grunderkrankung

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Schwerpunkt somatoforme Störungen

Unter diesem Begriff werden Krankheiten zusammengefasst, die scheinbar keine körperliche oder organische Ursache haben. Die Therapie geht diesen Weg:

  • Aufarbeitung der psychischen, sozialen und physichen Faktoren der Erkrankung
  • Körperliche Stabilisierung: Belastungsfähigkeit und Fitness herstellen, Abbau von Schonverhalten
  • Verbesserung der Entspannungsfähigkeit
  • Veränderung des Umgangs mit Medikamenten
  • Abbau von chronischem Krankheitsverhalten (Vermeidungsverhalten, Kontrollverhalten, unnötige Arztbesuche)
  • Aufbau von aktiven Bewältigungsstrategien
  • Verständnis der Krankheit
  • Seelische Stabilisierung
  • Klärung der beruflichen Situation (Belastbarkeit, Berufs-, Erwerbsfähigkeit)
  • Motivierung für eine ambulante Weiterbehandlung

Die Patienten sind zunächst davon überzeugt, dass sie körperlich krank sind und müssen erst erkennen, dass die Psychotherapie hilft, ihre Krankheit zu verstehen und zu bewältigen. Im ersten Behandlungsabschnitt stehen deshalb symptomzentrierte Maßnahmen, in der zweiten Phase dann einsichts- und erkenntnisorientierte im Vordergrund.

Schwerpunkt Essstörungen

Ein weiterer Schwerpunkt der Thure von Uexküll-Klinik ist dieBehandlung junger Erwachsener mit Essstörungen:

Anorexie

Essstörungen sind oft die Folge von psychischen und seelischen Störungen und Verletzungen. Sie finden ihren Ausdruck in einem „Schlankheitswahn“, der lebensbedrohlich werden kann. Die Akutbehandlung von Anorexie oder Magersucht in der Uexküll-Klinik beginnt mit einer Stabilisierungsphase, in der die Patienten ein Basisgewicht erreichen. Das Essverhalten wird normalisiert, zentrale Konflikte werden aufgearbeitet. Kernpunkt ist die Auseinandersetzung mit dem „Schlankheitsdruck“.

Bulimie

Panische Angst vor dem Zunehmen und der Wunsch, alles zu kontrollieren, ist den Patienten eigen, die unter Bulimie (Ess-Brechsucht) leiden. Bei der Therapie steht die Essbegleitung und die Arbeit in der „Essstörungsgruppe“ an erster Stelle.  Sie wird ergänzt um psycho­dynamische Komponenten, Einzel- und Gruppentherapie, Gestaltungstherapie und Konzentrative Bewegungstherapie.

Kontraindikationen

Ausgeschlossen von der Behandlung in unserer Klinik sind Patienten mit akuten Psychosen, manifesten Suchterkrankungen und akuter Suizidalität sowie Patienten, die eine intensivere medizinische Betreuung benötigen.

Diagnostik

  • Ärztliche Anamnese und Untersuchung
  • Psychodiagnostik
  • Sozialanamnese